Die Qualität unseres Trinkwassers ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch strenge gesetzliche Verordnungen auf einem konstant hohen Niveau. Doch was passiert, wenn das einwandfreie Wasser des lokalen Versorgers die Grundstücksgrenze passiert und in die interne Hausinstallation einspeist? In den oft weit verzweigten Rohrleitungssystemen von Großgebäuden, Krankenhäusern, Seniorenheimen und Industrieanlagen lauern vielfältige Gefahren für die Hygiene.
Ablagerungen, Rost und Biofilme beeinträchtigen nicht nur den Durchfluss, sondern können auch schwere gesundheitliche Risiken verursachen. Eine chemische Reinigung ist in sensiblen Objekten oft unerwünscht oder aufgrund von Materialunverträglichkeiten schlicht unmöglich. Hier setzt die innovative Technologie der Comprex GmbH an: Ein rein mechanisches Verfahren, das komplexe Gebäudestrukturen gründlich von Altlasten befreit.
Die hygienische Schwachstelle in modernen Gebäudekomplexen
Stagnation und Temperaturprobleme in Großobjekten
In weitläufigen Immobilien wie Hotels, Schulen oder Kasernen kommt es in bestimmten Abschnitten regelmäßig zu längeren Stillstandszeiten des Wassers, der sogenannten Stagnation. Wird eine Zapfstelle über mehrere Tage oder Wochen nicht genutzt, erwärmt sich das Kaltwasser in den Rohrleitungen oder das Warmwasser kühlt ab.
Diese thermischen Abweichungen schaffen in Kombination mit den rauen Oberflächen älterer Rohre ideale Lebensbedingungen für gefährliche Krankheitserreger. Insbesondere Zirkulationsleitungen, die eigentlich für eine permanente Warmwassertemperatur sorgen sollen, mutieren bei hydraulischen Problemen schnell zu einer Brutstätte für Mikroorganismen.
Das Problem mit Rostwasser und Inkrustationen
Ein weiteres weit verbreitetes Phänomen in Bestandsgebäuden ist die sogenannte Braunwasserbildung. Ursache hierfür ist die fortschreitende Korrosion in alten, verzinkten Stahlrohren. Die gelösten Korrosionsprodukte lagern sich als feiner Schlamm oder feste Krusten ab.
- Verstopfte Perlatoren: Abgelöste Rostpartikel wandern durch das System und setzen Ventile, Filter und Strahlregler an den Zapfstellen zu.
- Querschnittsverengung: Der Innendurchmesser der Rohre schrumpft kontinuierlich, wodurch der Wasserdruck in den oberen Etagen spürbar abfällt.
- Lochfraßgefahr: Unter den mineralischen Ablagerungen bildet sich ein anaerobes Milieu, welches die gefürchtete Muldenkorrosion (Lochfraß) massiv beschleunigt.
Wie funktioniert das Comprex-Verfahren in Gebäuden?
Mechanische Reinigungskraft statt toxischer Substanzen
Das patentierte Verfahren aus Landau in der Pfalz benötigt für die vollständige Beseitigung von Biofilmen und Partikeln keinerlei Säuren, Chlor oder andere aggressive Reinigungschemikalien. Es basiert ausschließlich auf den physikalischen Gesetzmäßigkeiten der Strömungsmechanik. Durch ein mobiles Steuergerät werden präzise dosierte Impulse aus steriler Druckluft in das hauseigene Wassersystem injiziert.
Diese Luftimpulse teilen das in den Leitungen befindliche Wasser in einzelne, extrem schnell fließende Wasserblöcke auf. Beim Durchströmen der Rohre erzeugen diese Blöcke eine intensive mechanische Reibung an den Innenwänden. Ablagerungen werden regelrecht abgeschält und mit hoher Geschwindigkeit aus dem Gebäude transportiert.
Maximaler Schutz für gealterte Rohrleitungsmaterialien
Hausbesitzer und Facility Manager haben oft berechtigte Sorge, dass eine intensive Rohrreinigung zu Leckagen führt. Diese Sorge ist beim Luft-Wasser-Impulsverfahren unbegründet. Da die Software der Anlage den Druck der Impulse permanent überwacht und rigoros unterhalb des regulären Netzdrucks hält, wirken keine schädlichen Kräfte auf die Rohrverbindungen, Lötstellen oder Pressfittings. Das Verfahren ist somit für alle Materialien wie Kupfer, Edelstahl, verzinkten Stahl und moderne Verbundkunststoffrohre gleichermaßen perfekt geeignet.
Der strukturierte Ablauf einer Gebäudesanierung
Phase 1 – Umfassende Bestandsaufnahme und Vorbereitung
Vor dem Start der Reinigungsmaßnahmen erfolgt eine detaillierte Begehung des Objekts durch erfahrene Hygieneexperten. Es werden Strangschema-Pläne studiert, die Anzahl der Zapfstellen ermittelt und die optimalen Anschlusspunkte für die mobile Anlagentechnik festgelegt.
Am Tag der Reinigung werden die verschiedenen Leitungsstränge – aufgeteilt nach Kaltwasser, Warmwasser und der Zirkulation – systematisch nacheinander isoliert. Dies stellt sicher, dass die Arbeiten abschnittsweise und ohne unkontrollierte Beeinträchtigung des gesamten Gebäudebetriebs ablaufen können.
Phase 2 – Anschluss der Technik und Partikelaustrag
Die Reinigungseinheit wird meist im Kellerbereich an den zentralen Verteilern angeschlossen. An den einzelnen Zapfstellen in den Etagen installieren die Techniker spezielle Handzyklonabscheider. Diese mobilen Abscheider fangen das austretende Gemisch aus Luft, Wasser und gelösten Partikeln sicher auf und verhindern Spritzwasser oder Verunreinigungen in den Sanitärräumen.
Phase 3 – Optionale Desinfektion und Wiederinbetriebnahme
Nach der erfolgreichen mechanischen Entfernung des Nährbodens kann bei akuter Verkeimung eine finale Desinfektion nach DVGW-Arbeitsblatt W 557 durchgeführt werden. Da der schützende Biofilm durch die vorherigen Impulse bereits restlos entfernt wurde, können Desinfektionsmittel wie Wasserstoffperoxid nun direkt die verbliebenen Keime abtöten und das System mikrobiologisch absichern. Nach einer abschließenden Laborbeprobung wird die Anlage wieder freigegeben.
Die unschlagbaren Vorteile für Eigentümer und Betreiber
Minimale Betriebsunterbrechung und hohe Flexibilität
Im Gegensatz zu konventionellen Sanierungsverfahren, bei denen Wände aufgestemmt und Rohre komplett ausgetauscht werden müssen, bleibt die Gebäudesubstanz beim Impulsverfahren völlig unangetastet. Die Ausfallzeiten für die Nutzer des Gebäudes beschränken sich auf wenige Stunden pro Strang. In sensiblen Umgebungen wie Krankenhäusern oder Pflegeheimen ist dieser minimale Disruptionseffekt von unschätzbarem Wert für den laufenden Pflegebetrieb.
- Kein Lärm und Schmutz: Da keine Wände geöffnet werden müssen, entfallen Staub- und Lärmbelastungen komplett.
- Kosteneffizienz: Die Kosten für die mechanische Impulsreinigung betragen nur einen Bruchteil einer klassischen Rohrnetzsanierung im Tief- oder Hochbau.
- Energieeinsparung: Befreite Zirkulationsleitungen erlauben eine effizientere Wärmeübertragung, was die Heizenergiekosten für die Warmwasserbereitung spürbar senkt.
Um die Langlebigkeit der Haustechnik und die Gesundheit der Nutzer zu gewährleisten, sollten Immobilienverwalter in regelmäßigen Abständen die internen Wasserleitungen reinigen ohne Chemie, um die Bildung gefährlicher Keimreservoirs von vornherein effektiv zu unterbinden.
Nachhaltigkeit im Fokus der modernen Gebäudeinstandhaltung
Umweltschutz durch innovative Verfahrenstechnik
Der bewusste Verzicht auf saure oder alkalische Reinigungskonzentrate schont nicht nur die Rohrleitungsmaterialien, sondern entlastet auch die kommunalen Kläranlagen und die Umwelt. Es müssen keine giftigen Abwässer aufwendig neutralisiert oder als Sondermüll entsorgt werden. Das beim Impulsspülen verbrauchte Wasser kann ohne Bedenken direkt in die normale Kanalisation eingeleitet werden.
Zudem sinkt durch den temporären Einsatz von Luftkompressoren der Gesamtwasserverbrauch während der Sanierungsmaßnahme um bis zu 90 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Dauerspülungen mit reinem Wasserdruck. Dies macht das Verfahren zu einer echten grünen Technologie für das moderne Facility Management.
Wenn auch Sie die strengen Hygieneauflagen der Trinkwasserverordnung ohne den Einsatz der chemischen Keule erfüllen wollen, sollten Sie Ihre firmeninterne oder private Trinkwasserleitung reinigen lassen – und dabei auf das materialschonende, mechanische Impulsspülverfahren aus Landau setzen.
Schlussfolgerung
Die mechanische Luft-Wasser-Impulsspülung beweist eindrucksvoll, dass höchste hygienische Standards in der Gebäudetechnik problemlos ohne den Einsatz umweltschädlicher Chemikalien realisiert werden können. Durch die hocheffektive Ablösung von Biofilmen und Korrosionsprodukten schützt das Verfahren die Gesundheit der Gebäudenutzer und stellt die optimale Hydraulik der gesamten Anlage wieder her.
Für Eigentümer und Facility Manager bietet diese sanfte und zerstörungsfreie Technologie eine wirtschaftlich attraktive Möglichkeit, den Wert der Immobilie langfristig zu sichern. Die Kombination aus minimalen Betriebsunterbrechungen, signifikanten Wasserersparnissen und nachhaltigem Materialschutz macht das System zu einer unverzichtbaren Säule im modernen und umweltbewussten Gebäudemanagement.